Freitag, 29. Juni 2007

Konsequent

Entgegen dem ersten Eindruck war mein heimatliches Kreditinstitut dann doch konsequent und hat die fünf Euro eingezogen und mir zugleich die Kündigung bestätigt. Auch gut.

Sonntag, 24. Juni 2007

Mein großer Bruder ist politisch???

Wäre ein transgenialer CSD eine Person, so würde er sicher auch 2007 wieder so etwas über den großen CSD in Berlin denken müssen. Zwar hatte er dieses Jahr ja wirklich ein wichtiges offizielles Thema als Motto und entsprechende Forderungen, aber sieht man sich die Umsetzung im Umzug und dementsprechend die dortigen Wagen an, so scheint die Berliner Zeitung mit ihrem Eindruck einer gewissen Beliebigkeit Recht zu haben. Auch beim Tagesspiegel findet man über den Umzug nicht viel besseres. Als ob wir keine anderen Probleme als den Flughafen Tempelhof und die Umweltzone in der Innenstadt hätten. Was hat das mit dem CSD zu tun?

Ich kann nicht sagen, ob es die mangelnde Öffentlichkeitsarbeit oder die Ignoranz der meisten Medien ist, aber der transgeniale CSD (weitere Informationen) wird -- wenn überhaupt -- so doch nur mit einem Satz erwähnt.

Im Gegensatz zum letzten Jahr, als wegen der Verschiebung des großen CSD in Berlin beide Veranstaltungen besucht werden konnten, war es dieses Jahr wieder vergleichsweise familiär. Sammeln der Teilnehmenden vor dem Kosmos-Kino. Das hatte natürlich den Vorteil, dass unter den an einer Hand abzählbaren Gefährten das unsrige von den Hochschulgruppen schon ordentlich zur Geltung kam.Auto mit was dran. Dieser hatte -- meiner Ansicht nach -- wirklich tolle Transparente. Neben dem hier nicht sichtbaren "Gleich(e)Stellung für alle!" und "Auch mein Blut rettet Leben" waren dort diese beiden:

Von Tunten und Blasen keine Ahnung. (Die Deutsche Genderforschung). Intelligens statt Ecksellenz!!!
Ich lasse mich bespringen, aber nicht beschnüffeln.

Aber leider verlief diese Demo bei weitem nicht so friedlich wie im letzten Jahr, Gay-Web.de und ein etwas fragwürdiges Blog mögen einen Eindruck geben, warum kurz nach Demo-Start die Teilnehmenden aufgefordert wurden, Rücklauf der Teilnehmenden zum Konflikt zwischen Polizei und Demo. den Rückweg zum Brennpunkt des Geschehens anzutreten und auf die Freilassung des Festgesetzten zu insistieren.

NIchtsdestotrotz, die Demo ging weiter, wir hatten sogar noch richtig Spaß, wie dieser Hüftschwung wohl beweist.Eine Dame mit einem besonderen Hüftschwung.. Im Gegensatz zum großen CSD gibt es allerdings von transgenialen CSD nicht allzu viele Bilder. Ein Blog verweist auf welche. Meine Bilder sind noch mindestens eine Woche in einem ca. 7MB großen ZIP-Archiv zu finden.

Ach, übrigens: völlig bescheuert ist ja wohl die Junge Welt, aber eine auf die Lage eingehende und differenzierende Darstellung darf man diesem ja eigentlich nicht zitierfähigen Blatt wohl besser nicht unterstellen.

Samstag, 16. Juni 2007

Unterschwellige Erpressung

Vor einiger Zeit hatte ich bei einer meiner beiden Banken die TAN-Liste für Bankgeschäfte vom eigenen Rechner gesperrt. Sie hatte mir daraufhin eine neue Liste zugesandt und mir zusätzlich eine zurück zu sendende Empfangsbestätigung mit der Aufforderung für die kostenpflichtige Sperre eine Einzugsermächtigung in Höhe von 5 EUR abzugeben. Da diese Bank seit Beginn dieses Jahres mir Kontoführungsgebühren berechnet, wollte ich dieses Konto nun schon länger auflösen. Von daher habe ich natürlich erst recht keine Lust, diese fragwürdige Gebühr zu zahlen. Deshalb schickte ich nicht das Bankformular zurück, sondern schrieb einen eigenen Brief:
Sehr geehrte Damen und Herren,

dieses Schreiben bestätigt Ihnen den Empfang des TAN-Verzeichnisses abc. Ich erteile der KREDITINSTITUT-1 die auf das Konto-Nr. def bezogene Einzugsermächtigung für die Gebühr von 5,00 EUR unter folgender Bedingung: Sollten Sie die 5 EUR einziehen, so sind Sie verpflichtet, dieses Schreiben automatisch als Kündigung des Kontos mit der Nr. ghi zum 31. August anzusehen. Das Geld, dass sich bis zu diesem Stichtag noch auf dem Konto befindet, überweisen Sie dann bitte auf das Konto-Nr. jkl der KREDITINSTITUT-2.

Und was mache ich, wenn Sie die Gebühr nicht einziehen? Natürlich trotzdem kündigen...

Freitag, 15. Juni 2007

Erkenntnisse der Woche

  1. Beziehung und Freundschaft sollte man lieber trennen, das ist insbesondere auf lange Sicht sinnvoller.
  2. Der Linksys WRT54GL Router kann zwar mit toller quellenoffener Firmware bespielt werden. Ein Modem ist aber nicht integriert. Auch wenn bei diversen Händlern und Preisvergleichseiten die Kategorisierung "DSL-Router" verwendet wird und auch die Produktbeschreibung von Linksys einen entsprechenden Schluss eher fördert als zurückdrängt. Um meinen alten Telekomrouter (nur für Archivzwecke: Sinus 154 DSL Basic SE) vollwertig zu ersetzen muss jetzt also auch noch ein zusätzliches Modem her. :( Schon dumm, denn erstens ist das ja ein zusätzlicher Stromverbraucher, und soviele Steckdosen und Quadratdezimeter auf dem PC habe ich dann auch nicht mehr.
  3. Nach DSL-Tarifkündigungen bekommt man Telefonanrufe. Dass war schon im Winter des letzten Jahres der Fall, als ich vom Studierendentarif der Telekom zur Meome-Tochter von Freenet wechselte. Damals erhielt ich von der Telekom oder von T-Online einen Anruf in dem mir ein Spezialtarif für Wechselwillige schmackhaft gemacht werden sollte. Leider konnte ich dem Anrufer damals mit bösen Nachfragen alle (oder zumindest hinreichend viele) bösen Nebenwirkungen dieses Tarifs entlocken (Wechsel des DSL-Anschlusses zu T-Online, damit verbunden eine ungünstige Gestaltung der Kündigungsmöglichkeit, zusätzlich hatte der Tarif ebenso eine lange Laufzeit). Jedenfalls reichten diese Nachfragen, um mich als Kunden unattraktiv zu machen.

    Nun ist es also an der Zeit den Meome-Tarif zu kündigen, was ja jederzeit geht, auch wenn diese Kündigung erst drei Monate später wirksam wird. Aber eigentlich hätte ich damit rechnen müssen: Nach der Kündigung des DSL-Tarifes bekommt man einen Anruf. Dran war ein Herr von der Konzernmutter freenet. Der erzählte von dem aktuellen Freenet-Angebot (ein DSL-2000-Anschluss und -tarif für knappe 18 Euro). Auch hier wurde natürlich die obligatorische Nachfrage nach der Laufzeit (24 Monate) nicht so gern beantwortet. Nun gut, ich meinte, ich sehe mir das Freenet-Angebot auf der Internetseite an.

    Eigentlich hätte man es wissen müssen. Zwar habe ich eher von Freunden, die von der Telekom diverse Produkte in Anspruch nehmen, von der kreativen Interpretation gehört, dass das Zusenden von Informationsmaterial einen neuen Vertrag bedeutet. Aber angesichts des ja eher zweifelhaften Rufes von Freenet sollte man ja grundsätzlich jedes Gespräch mit der Bemerkung beenden, dass die telefonische Unterhaltung nicht als Änderung der Geschäftssituation aufzufassen ist. An so etwas denkt man aber natürlich nicht, wenn für mich der einzig relevante Gesprächsinhalt darin besteht, sich diverse Netzseiten anzusehen. Und weil Nachlässigkeit bestraft werden muss, sehe zwei Stunden mal in meinen Spamordner und entdecke dort folgende Nachricht mit dem Absender service-Klammeraffe-freenet.de:
    Betreff: Rücknahme Ihres Kündigungswunsches
    Sehr geehrter Herr M.,

    für unser Gespräch vom 15.06.2007 bedanke ich mich noch einmal recht herzlich bei Ihnen.

    Ich freue mich sehr darüber, dass Sie als Kunde/Kundin bei uns bleiben. Wir haben Ihre vorgemerkte freenetDSL Kündigung zum 05.09.2007 storniert.

    Vielen Dank für Ihr Vertrauen, ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spaß mit freenetDSL.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr/e Alexander Z.

    Abgesehen davon, dass diese Gesprächsinterpretation mehr als dreist ist, ist doch interessant, dass es sich hier die ganze Zeit um freenetDSL geht. Ich bin meome-Kunde gewesen, das freenet dahinter steckt, ist mir zwar bekannt gewesen, ist in meinem ganzen Briefverkehr und auf den meome-Seiten jedoch nicht ersichtlich. Und der Typ am Telefon kannte diese Tochter vor dem Gespräch noch gar nicht und musste sich erst noch einmal kurz ausklinken um sich über diesen Sachverhalt überhaupt kundig zu machen. Frechheit. Freenet ist jetzt in Zukunft auch bei mir gestorben. Man kann nur hoffen, dass der geplante zukünftige Anbieter Fireline Networks nicht auch unangenehm auffällt. Allerdings scheint der mit Callandonet zusammenhängen, was nicht in jedem Fall auf Gutes schließen lässt... Aber wenigstens kann man dort jederzeit kündigen.
  4. Auch nach einer Woche habe ich mich noch immer nicht daran gewöhnt, dass ich jetzt jedes Mal bei Benutzung der Straßenbahn in Potsdam am Hauptbahnhof zweisprachig damit konfrontiert werde, dass dies ein "interregional interchange point" wäre, wo ich aussteigen solle, auch wenn ich weiterfahren möchte.
  5. Und vor einem Jahr gab es noch einmal umsonst Hoffnung.
Achso, und wo ich gerade hier schon schreibe. Hat hier jemand an irgendetwas vom Kunstgewerbe Taulin Interesse? Aus persönlichen Gründen möchte ich mir dort einen Kinderleuchter zulegen, allerdings ist mal wieder der Versand teurer als das Produkt selbst.

So das war es mal wieder.

Donnerstag, 24. Mai 2007

Termin

Nur um es mal nicht zu vergessen: Ich habe heute einen Augenarzttermin in meiner Heimat vereinbart. Der frühestmögliche Termin ist der 3. September.

Werbung

Immer wieder kommt es vor, dass ausgerechnet solche Leute Werbung und Anzeigenblätter verteilen, die nicht lesen können. Zumindest muss man das annehmen, wenn sie den Hinweis an meinem Briefkasten, dass weder Werbung noch Anzeigenblätter erwünscht ist, nicht berücksichtigen. So auch gestern, wo ich einen Handzettel der für Umzüge für jeden Geldbeutel wirbt. Was mich aufmerksam machte war folgender Punkte:

Standardumzug: Wir stellen Ihnen die Fahrzeuge mit Fahrern, Packmaterial und Möbelträgern!

Komplettumzug: Wir stellen Ihnen die passenden Fahrzeuge mit Fahrern, Packmaterial und freundlichen Möbelträgern! Wir packen Ihre Umzugskartons ein und wieder aus!


Heißt das jetzt, dass die Möbelträger beim Standardumzug unfreundlich sind??

Sonntag, 20. Mai 2007

Verfassung

Derzeit beschäftige ich mich mit den sozialen Milieus in Ostdeutschland und ihrer Biographie. Eines davon war das links-alternative Milieu, dessen kirchliches Teilmilieu in den Mobilisierungen und an den Runden Tischen des Herbstes 1989 versuchte, seine Vorstellungen zu erreichen. Ein sehr interessantes Zeugnis ist der Entwurf für eine Verfassung der DDR vom 4. April 1990, der in etlichen Bereichen (um Beispiele zu nennen: Art.1 Par. 2, Art. 4 Par. 3, Art.7 Par. 2, Art. 22 Par. 2, Art. 24, Art. 27 Par. 2 Satz 4) deutlich fortschrittlicher als das Grundgesetz ist. Eher amüsant ist dagegen Satz 2 des Artikel 43. Dennoch ist es wirklich bedauerlich, dass diese Vorschläge bewusst nicht weiter in der vereinigten Bundesrepublik aufgenommen wurden.

Aktuell zum Thema ist dagegen die EU-Verfassung, und leider sieht es auch jetzt nicht so aus, dass die inhaltliche Kritik (die sich zum Beispiel aus dem Vergleich von Grundgesetz und EU-Verfassung ergibt) aufgenommen wird. Auch wenn interessanterweise die offizielle und überall verknüpfte Internetseite mit dem Wortlaut der Verfassung im Netz nicht mehr zu finden ist. Ob das etwas zu bedeuten hat?

Freitag, 4. Mai 2007

Wo laufen sie denn

Man merkt es ja schon, dass die Fußgänger in Potsdam im Vergleich zu Berlin recht langsam unterwegs sind, in Frankreich waren sie übrigens noch langsamer.


Mit diesem Thema befasste sich auch die Telepolis.

Montag, 16. April 2007

erster Tag

Nach ziemlich langer Zeit fing heute wieder die Uni an. Und mittlerweile im achten Semester, so ist man dennoch immer wieder überrascht, wie viele unbekannte Gesichter man in seinen Kursen entdeckt. Überraschend ist auch, wie man im Neubau der Bibliothek am Neuen Palais den Arbeitsplatz für Behinderte im nur über eine Treppe zu erreichenden Obergeschoss platzieren konnte. Merkwürdig.

Der Weg nach vorn

Und der Mond geht auf und ab.

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